Loi Macron - Reformen in Frankreich

Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel MACRON hat ein nach ihm benanntes Gesetz zur Reformierung und Liberalisierung der französischen Gesellschaft und Wirtschaft auf den Weg gebracht.

Die wichtigsten Reformen werden wir in den nächsten Wochen auf unserer Homepage erläutern.

Heute: Die Reformierung der Sonntagsarbeit

Bisher war es so, dass nach Artikel L 3132- des Arbeitsgesetzbuches (Code du travail) Sonntagsarbeit nicht zulässig war.

Allerdings gab es bereits nach bisheriger Rechtslage eine Vielzahl von Ausnahmen z.B. Für Bäckereien.

Anderen Einzelhandelsgeschäften war es erlaubt, bis zu 5x im Jahr an Sonntagen zu öffnen. Voraussetzung hierfür war, dass der Bürgermeister dies so entschied. Die Angestellten erhielten einen Sonntagszuschlag von 100%.

Ferner konnten die Präfekten bestimmte touristische Zonen schaffen, in denen dann eine Öffnung an Sonntagen möglich war. Einen Sonntagszuschlag für die betroffenen Mitarbeiter gab es dabei nicht.

In Städten mit mehr als 1 Million Einwohnern konnten ebenfalls von den Präfekten bestimmte Zonen geschaffen werden, in denen dann ebenfalls die Öffnung der Läden am Sonntag möglich war.

Die Loi Macron hat das grundsätzliche Sonntagsarbeitsverbot nicht abgeschafft, sondern lediglich die Ausnahmeregelungen neunstrukturiert und etwas erweitert.

Es wurden 3 Zonen geschaffen:

-    ZC = Zones Commerciales

-    ZT = Zones touristiques

-    ZTI= Zones Touristiques Internationales

Die ZC und ZT werden wie bisher von den Präfekten festgelegt und die ZTI von der Regierung selbst über eine Rechtsverordnung.

In den 3 vorgenannten Zonen können die Läden künftig sonntags öffnen, vorausgesetzt, die Mitarbeiter erhalten Sonntagszuschläge und die Sonntagsarbeit beruht auf freiwilliger Basis. Dies wird im Einzelnen von den Sozialpartnern in Tarifverträgen zu regeln sein.

Schließlich erweitert das Gesetz die Möglichkeit für die Rathäuser, Ladenöffnungen an bis zu 12 (bisher 5) Sonntagen zuzulassen.

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