Reformen in Frankreich - Loi Macron

Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel MACRON hat ein nach ihm benanntes Gesetz zur Reformierung und Liberalisierung der französischen Gesellschaft und Wirtschaft auf den Weg gebracht.

 

Die wichtigsten Reformen werden wir in den nächsten Wochen auf unserer Homepage erläutern.

Heute: Die Reformierung des Anwaltsberufs, Abschaffung der Postulation

Im Gegensatz zu Deutschland existiert in Frankreich noch der Grundsatz, dass Anwälte grundsätzlich Klagen nur vor den Gerichten einreichen dürfen (mit Ausnahme von Amtsgerichten und Handelsgerichten), bei denen sie zugelassen sind.

Dies hatte zur Folge, dass bei Klagen außerhalb des „eigenen“ Gerichtes immer ein Rechtsanwalt hinzugezogen werden muss, der dort zugelassen ist.

Die Aufgabe dieses Anwaltes bestand letztlich nur darin, die Klage zu unterschreiben. Hierfür wurde dann in der Regel ein Honorar zwischen € 500 und € 700 fakturiert, was die Kosten des Rechtsstreites natürlich verteuert hatten, ohne dass ein Mehrwert für die Rechtssuchenden ersichtlich war.

Dieses „Monopol“ wird durch die Loi Macron abgeschafft. Jeder in Frankreich zugelassene Anwalt kann daher nach Inkrafttreten des Gesetzes vor allen Gerichten auftreten. Die Postulation ist endlich abgeschafft.

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